From the magazine sic! 3/2016 | S. 158-161 The following page is 158

«Duschscharnier»
Appellationsgericht Basel-Stadt vom 22. Januar 2014
(Massnahmeentscheid) (Besondere zivilrechtliche Abteilung; teilweise Gutheissung des Gesuchs; ZK.2014.3)

Beurteilung der Eigenart und des Schutzumfangs von Designs

ZPO 261, 262, 265. Bei vorsorglichen Massnahmen wird erst ein extrem langes Zuwarten bei der Einreichung des Gesuchs als rechtsmissbräuchlich erachtet; ein Zuwarten um wenige Monate lässt die Dringlichkeit noch nicht entfallen (E. 3.2).

DesG 2 I. Eigenart ist als objektive Abweichung vom Vorbekannten zu verstehen; auch ein banales Design kann schutzfähig sein, sofern es sich im Gesamteindruck deutlich, d.h. durch wesentliche Elemente, vom Vorbekannten unterscheidet (E. 4.3).

DesG 2, 8. Die Anforderungen bei der Beurteilung der Eigenart und bei der Bestimmung des Schutzumfangs sind dieselben; dabei sind die prägenden, wesentlichen Merkmale, welche den Gesamteindruck des Designs bestimmen, zu vergleichen (E. 5.2).

CPC 261, 262, 265. Lors de mesures provisionnelles, seule une attente extrêmement longue avant le dépôt de la requête est considérée comme abusive; une attente de quelques mois ne permet pas encore de conclure qu’il n’y a pas d’urgence (consid. 3.2).

LDes 2 I. L…

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