From the magazine sic! 10/2016 | S. 521-525 The following page is 521

«Medaillon»
Bundesverwaltungsgericht vom 26. Februar 2016 (Abt. II; Gutheissung der Beschwerde und Rückweisung an Vorinstanz zur Nachinstruktion bzg. des Schutzausschlussgrundes von DesG 4 lit d; B-4975/2013.)

Zulässigkeit der Verwendung religiöser Symbole in einem Design

MSchG 2 d; DesG 1, 4 a, d und e, 8, 9. Ob eine kommerzielle Verwendung religiöser Symbole sittenwidrig ist, beurteilt sich im Designrecht gleich wie im Markenrecht. Deren Verwendung ist dann zulässig, wenn sie im entsprechenden Produktebereich (hier: Schmuckwaren) historisch gewachsen ist (E. 3.5, 3.6.2).

DesG 1, 4, 9; MSchG 2. Die Sitten- oder Ordnungswidrigkeit eines Designs muss sich aus der Gestaltung selbst ergeben. Die gemeinsame Verwendung von Symbolen unterschiedlicher Religionen ist nicht per se sittenwidrig (E. 3.4, 3.6.1).

RKG 7 II i.V.m. 12; DesG 4 d, e. Enthält ein Design ein dem Roten Kreuz vorbehaltenes Symbol, kann die Abgabe eines Disclaimers gemäss Praxis des Instituts zur Eintragungsfähigkeit führen (E. 4.5, 4.6, 5)

LPM 2 d; LDes 1, 4 a, d et e, 8, 9. La question de savoir si l’utilisation d’un symbole religieux à des fins commerciales est contraire aux mœurs s’examine de la même façon en droit des designs qu’en droit des marques. Une telle utilisation est permise si elle est…

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