From the magazine sic! 4/2019 | S. 290-291 The following page is 290

Utilisation of Traditional Medicinal Knowledge in the Industry

Legal Aspects and Protection in International Law

Helbing Lichtenhahn, Basel 2018, 428 S., CHF 86, ISBN 978-3-7190-4108-3

Im Fokus der Dissertation von Frau Leila Ghassemi Farreras stehen die internationalrechtlichen Bestrebungen, Regeln zu schaffen, die indigene Volksgruppen davor schützen, dass ihr ­tra­ditionelles medizinisches Wissen (traditional medicinal knowledge) ohne Vorteilsausgleich kommerzialisiert wird. Diese Regelungen gehen darauf zurück, dass die Völkergemeinschaft im Grundsatz anerkennt, dass Länder bzw. Volksgruppen, deren biologische Ressourcen oder deren medizinische Anwendungen kommerziell weiterent­wickelt werden, am daraus resultierenden wirtschaftlichen Erfolg angemessen zu beteiligen sind (benefit sharing).

In der Einleitung hebt die Autorin mit Verweis auf Untersuchungen der WHO die grosse Bedeutung hervor, die das traditionelle medizinische Wissen in manchen Erdteilen auch heute noch hat. Danach seien 80 % der Population der meisten asiatischen und afrika­nischen Länder auf…

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