From the magazine sic! 7-8/2019 | S. 422-425 The following page is 422

«Erweiterung Bahnhof Stadelhofen»
Bundesverwaltungsgericht vom 4. Februar 2019
(Zwischenentscheid zur aufschiebenden Wirkung der Beschwerde) (Abt. II; Einzelgericht; Abweisung des ­Begehrens um aufschiebende Wirkung der ­Beschwerde; B-6588/2018)

Prüfung von Urheberrechtsfragen im Rahmen eines Vergabeverfahrens

URG 11 II, 12 III. Die Frage, ob durch die Realisierung eines öffentlich ­ausgeschriebenen Erweiterungs­projekts Urheberpersönlichkeitsrechte mit Bezug auf die zu erweiternde Baute verletzt werden, ist ohne vergaberechtliche Relevanz und deshalb nicht im Rahmen des Vergabeverfahrens zu prüfen (E. 7.3).

VöB 54; URG 16 I. Art. 54 VöB regelt allein, dass der Urheber durch die Teilnahme an einem Wettbewerb keine Urheberrechte überträgt, und sagt nichts darüber aus, ob er diese in der Folge nach einem allfälligen Zuschlag und anlässlich des Vertragsschlusses mit der Vergabestelle auf diese übertragen kann, darf oder muss (E. 9.3).

LDA 11 II, 12 III. La question de savoir si la réalisation d’un projet d’extension mis au concours publiquement enfreint les droits moraux afférents aux constructions concernées est sans pertinence en matière d’adju­dication et, par conséquent, n’a pas à être examinée dans ce contexte (consid. 7.3).

OMP 54; LDA 16 I. L’art. 54 OMP

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