From the magazine sic! 9/2019 | S. 503-505 The following page is 503

«Werbe-Mails»
Obergericht Zürich vom 6. März 2018 (III. Strafkammer; Abweisung der Beschwerde gegen die Nichtanhandnahmeverfügung; UE170 371)

Zur Lauterkeit von unaufgeforderten Werbe-Mails

UWG 2, 3 I o, 23 I. Der Schutzzweck von UWG 2 und UWG 3 I o ist nicht verletzt und es liegt keine Verletzung des Lauterkeitsrechts vor, soweit der Empfänger aufgrund seiner Aus­bildung und Berufserfahrung ohne Weiteres in der Lage ist, den Stellenwert von unaufgeforderten Werbe-Mails im Bereich seiner Speziali­sierung einzuschätzen und darauf zweckmässig zu reagieren, sodass ihm weder Kostenfolgen noch nennenswerte zeitliche oder psychische Belastungen entstehen. Dies trifft zu, wenn ein im Bereich des Immaterialgüterrechts spezialisierter Anwalt unaufgefordert von einer ebenfalls im Bereich des Immaterialgüterrechts tätigen Kanzlei drei sachlich gehaltene Werbe-Mails zu berufsverwandten Themen erhält, deren Absender klar erkennbar ist und die ­jeweils einen Hinweis auf die Möglichkeit zur Abbestellung der Werbe-Mails enthalten (E. 3a-c).

LCD 2, 3 I o, 23 I. Le but de protection de l’art. 2 et de l’art. 3, al. 1er, let. o, LCD, n’est pas enfreint et il n’y a ­aucune violation du…

[…]