From the magazine sic! 3/2020 | S. 136-141 The following page is 136

«Sammelbestellung»
Appellationsgericht Basel-Stadt vom 19. Februar 2019
(Dreiergericht; Gutheissung; ZK.2018.5)

Fehlender Privatgebrauch bei Sammelbestellung mit geplanter Weitergabe zu Selbstkosten an Freunde

Französisch-schweizerischer Staatsvertrag über den Bau und Betrieb des Flughafens Basel-Mülhausen 4 II, 6, 8 I und II; ZPO 18. Der Zollfreibezirk des Flughafens Basel-Mülhausen gilt markenrechtlich als schweizerisches Gebiet, weshalb ein Erfolgsort in der Schweiz resp. im Kanton Basel-Stadt vorliegt (E. 1.1).

MSchG 13 II. Eine Sammelbestellung mit Import von 18 gefälschten Uhren, welche der Besteller teilweise zu Selbstkosten an Freunde abgeben will, erfolgt gewerblich und kann nicht als erlaubter Privatgebrauch eingestuft werden (E. 3.1, 3.2).

MSchG 55 I a. Der Import von 18 gefälschten Uhren indiziert eine Wiederholungsgefahr (E. 3.4).

MSchG 55 I c. Die Einfuhr von 18 ­gefälschten Uhren ist kein rechtsgenügliches Indiz für frühere Importe. Wer insoweit Auskunft verlangt, hat den Sachverhalt nachzuweisen, ­welcher zur Auskunft verpflichtet (E. 4.1, 4.2).

Convention franco-suisse relative à la construction et à l’exploitation de l’aéroport de Bâle-Mulhouse 4 II, 6, 8 I et II;

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